Liebe Mitglieder und Freunde der CDU Sachsen-Anhalt

in diesen Tagen erhalten alle Mitglieder der CDU Sachsen-Anhalt einen Brief mit einem Fragebogen. Mit dieser umfangreichen Mitgliederbefragung, die auf Anregung unseres Generalsekretärs Sven Schulze und unseres Mitgliederbeauftragten Mario Karschunke gestartet wird, setzen wir ganz neue Maßstäbe in der Beteiligung der Mitglieder. Keine andere Partei hat bisher etwas Vergleichbares auf den Weg gebracht. Diese Befragung soll zeigen, wie wir als Union im Land und vor Ort aufgestellt sind, wie zufrieden die Mitglieder mit der Arbeit der Partei sind und wo aus ihrer Sicht die Säge noch klemmt. Die Beiträge der Mitglieder sollen aber auch deutlich machen, wo wir gemeinsam unsere politischen Schwerpunkte im Bundestagswahlkampf setzen werden. Und die Mitglieder können außerdem ihre Wünsche und Anregungen für eine bessere innerparteiliche Kommunikation übermitteln. Das stärkt unseren Landesverband und deshalb hoffe ich auf eine möglichst breite Beteiligung! An dieser Mitgliederbefragung können Sie sich selbstverständlich auch im Internet beteiligen – hier der Link:

https://www.cduplus.cdu.de

Als größte und einzige Volkspartei Sachsen-Anhalts lebt die CDU vom politischen Engagement unserer Mandatsträger und Mitglieder. Wir sind nur deshalb so erfolgreich, weil tausende Mitglieder für die Union Gesicht zeigen und Verantwortung übernehmen – im Alltag genauso wie im Wahlkampf oder als Mandatsträger oder in den Parlamenten und in politischen Ämtern auf allen Ebenen. Und viele von Ihnen haben schon ganz persönlich erfahren müssen, dass es dabei nicht nur schöne Momente gibt. Die Erwartungen der Öffentlichkeit und der Medien an die Politiker sind oft utopisch hoch – das fängt im Gemeinderat an und hört bei den Abgeordneten des Bundestags oder Ministern der Landesregierung noch lange nicht auf.

Mein Eindruck ist: in den letzten Jahren wird immer mehr von denen erwartet, die Verantwortung tragen. Gleichzeitig jedoch traut man ihnen scheinbar immer weniger zu und stellt sie unter Generalverdacht. Aber pauschale Vorwürfe sind fehl am Platz und wir müssen jede Gelegenheit nutzen, um das schiefe Bild, das von Populisten gern gezeichnet wird, gerade zu rücken. Die Realität in diesem Land sieht nämlich völlig anders aus als es das unsägliche Gerede von „Volksverrätern“ unterstellt. Hunderttausende Menschen gestalten in Deutschland die Politik ihrer Gemeinde, ihres Landkreises, ihrer Stadt oder des Landes mit. Sie suchen und finden Lösungen für konkrete Probleme. Dafür haben sie ein Mandat der Wählerinnen und Wähler. Aber die wenigsten dieser Menschen erhalten auch die öffentliche Anerkennung, die sie für ihr ganz überwiegend ehrenamtliches Engagement verdienen. Darüber steht selten etwas in der Zeitung – und noch seltener wird erwähnt, dass die allermeisten Mandatsträger korrekt, anständig und ehrlich handeln und viel Zeit und viele Nerven für ihre Arbeit opfern. Nicht der Beifall der Öffentlichkeit, sondern die Begeisterung für die Sache treibt sie an. Und für dieses Engagement gebührt Ihnen unser aller Dank und Ermutigung! Ohne Menschen, die politische Verantwortung für alle Bürgerinnen und Bürger übernehmen, hätte sich unser Land nicht so gut entwickelt und es hätte auch keine gute Zukunft.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen weiterhin viel Kraft und Mut, politische Verantwortung zu übernehmen und Vorurteilen entgegenzutreten. Unsere Demokratie braucht keine Ideologen, die die politische Bühne für Polemik missbrauchen und an politischer Sacharbeit kein Interesse haben, sondern engagierte Demokraten, die miteinander um die besten Lösungen ringen. An diesem Grundsatz halten wir als Union fest.      

Ihr

Thomas Webel
Landesvorsitzender