Keine Experimente zu Lasten der Verbraucher

Mit Blick auf die aktuelle Studie über umweltschädliche Subventionen und der Forderung des Umweltbundesamtes (UBA) zur Erhöhung des Mehrwertsteuersatzes äußert sich der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Bundes- und Europaangelegenheiten sowie Medien, Markus Kurze, wie folgt:

„Tierische Produkte wie Fleisch, Milch und Eier sind Grundnahrungsmittel. Für diese den Mehrwertsteuersatz von derzeit 7 auf 19 Prozent anzuheben und die Produkte damit zu verteuern, ist nicht nachvollziehbar. Bei der Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln dürfen wir keine Experimente machen. Eine ressourcenschonende Wirtschaftsweise begrüßen wir ausdrücklich, jedoch darf dies nicht dazu führen, dass sich verschiedene Bevölkerungsschichten tierische Nahrungsmittel nicht mehr leisten können.

Wie wäre es vor dem Hintergrund einer gesunden und ausgewogenen Ernährung mit dem Vorschlag einer Senkung des Mehrwertsteuersatzes von 19 auf 7 Prozent bei Obst und Gemüse? Die Bundesbürger zahlen mit den Ökoumlagen zum Beispiel bei Energie und PKW-Kraftstoff schon einen erheblichen Beitrag und tragen so zu einer positiven Umweltschutzbilanz bei."
 
 
Hintergrund:
Begründet wird die Forderung des Umweltbundesamtes damit, dass die Landwirtschaft als Hauptverursacher der Methan- und Lachgasemissionen wesentlich zum Klimawandel beiträgt. Das UBA führt in seiner Studie aus, die Produktion eines Kilos Rindfleisch verursache zwischen 7 und 28 kg Treibhausgase, während Obst und Gemüse bei weniger als einem Kilogramm lägen.


Hier geht es zur Studie:
https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/2546/publikationen/umweltschaedliche_subventionen_2016_.pdf